Wildgehege Neandertal

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Tarpane

Der Tarpan

Der Tarpan war ein eurasisches Wildpferd, das in den Waldgebieten Mitteleuropas und den Steppen Osteuropas und Rußlands lebte. Durch die Ausweitung der Landwirtschaft wurden die wilden Pferde nach und nach zurückgedrängt. Es gab Wald- und Steppentarpane. Obwohl Waldtarpane schon im 18. Jahrhundert nur noch in dünnbesiedelten Waldgebieten Osteuropas anzutreffen waren, galten sie noch 1798 als jagbares Wild. Kleine Bestände hielten sich freilebend in Polen, wo sie schließlich eingefangen und um 1808 an einheimische Bauern verteilt wurden. Der Steppentarpan verschwand sowohl durch die Verkleinerung seines Lebensraumes als auch durch Vermischung mit Hauspferden. Zudem wurde er gejagt, um genau diese Vermischung zu verhindern. Der letzte freilebende Steppentarpan soll 1876 getötet worden sein. Damit war diese Rasse ausgerottet. Die Tarpanherde

In den 1930er Jahren versuchten die Brüder Heck, die bereits Erfahrungen mit der "Rückzüchtung" von Auerochsen hatten, den Tarpan wiederauferstehen zu lassen. Dazu kreuzten sie Przwalskipferde mit isländischen und gotländischen Ponys. Parallel dazu gab es auch in Polen Bemühungen, durch Zuchtauswahl einer Herde Koniks zu den typischen Merkmalen des Tarpans zu gelangen. Eine genaue "Zurück"-Züchtung ist natürlich nicht mehr möglich, da einmal verlorengegangenes Erbgut nicht identisch wiederhergestellt werden kann. Hier ist die zweifarbige Mähne deutlich zu sehen

Merkmale des heutigen Tarpans sind mausgraues Fell mit einem dunklen Aalstrich, die zweifarbige Mähne, Zebrastreifen an den Vorderfußwurzelgelenken, harte Hufe, ein breiter, leicht gewölbter Kopf, ein dunkles Maul und das Fehlen jeglicher heller Abzeichen. Zudem sind die Pferde besonders robust und unempfindlich gegen Wetter und Krankheiten.

Die Herde im Neandertal besteht zur Zeit aus einem Hengst und drei Stuten mit den bis zu einjährigen Fohlen. Sie leben ganzjährig draußen, nur im Winter haben sie auch Zugang zum Stall. Dies ist allerdings ein Zugeständnis an die Erhaltung der Weideflächen, denn auf den begrenzten Weiden würden sie bei nassem Boden sonst Schäden anrichten. Bei Frost freuen sie sich jedoch, wenn sie aus dem Futterbereich heraus auf die Wiese dürfen.

In den Wintermonaten können Sie unsere Tarpane auf der Winterweide nahe der Steinzeitwerkstatt beobachten, während sie den Sommer zum größten Teil auf den Hangwiesen im Süden des Geheges verbringen.

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