Wildgehege Neandertal

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Auerochse in der DüsselDer Auerochse

Der Auerochse oder Ur (Bos primigenius) ist der Stammvater unserer heutigen Hausrinderrassen. Er war über weite Teile Europas, Asiens und Nordafrikas verbreitet. 1627 soll der letzte freilebende Auerochse getötet worden sein.
Die Brüder Lutz und Heinz Heck, Zoodirektoren in Berlin und München, waren in den 20er Jahren des letzen Jahrhunderts der Überzeugung, dass durch Kreuzung heutiger, vom Ur abstammender Rinderrassen der Auerochse "rückgezüchtet" werden könne. Trotz unterschiedlicher Zuchtansätze gelangten beide Linien zu einem ähnlichen Ergebnis, einem robusten Rind, das - abgesehen von der Größe - das Aussehen des ausgestorbenen Auerochsen hatte. Heute gibt es europaweit etwa 2000 dieser sogenannten "Heck-Rinder".

Die Herde im Futtergang

Die Herde im Neandertal ist eine der ältesten in Deutschland. Schon in den 1930er Jahren hielten die ersten Auerochsen Einzug in das Wildgehege. Nach 1980 hatte die Herde mit über 20 Muttertieren ihre größte Population; aufgrund der hohen Belastung der Weideflächen wurde die Tierzahl deutlich reduziert. So steht heute ein Teil der Herde Neandertal in den Wiesen des Naturschutzgebiets Bruchhausen beim dortigen Naturschutzzentrum. Im Gehege Neandertal leben in der Herde etwa 10 ausgewachsene Kühe. Zusammen mit dem Stier und den Jungtieren kann die Größe der Herde bis zu 30 Tiere betragen.

Auerochsenstier Die Auerochsen leben ganzjährig im Freien. Sie haben keinen Zugang zu Ställen oder Unterständen. Schutz vor Regen, Schnee oder Sonne finden sie unter den Bäumen der bewaldeten Hänge ihres Geheges. Dort können sie sich auch den Blicken der Besucher entziehen, da man diese Flächen und Teile der Hochwiesen von den Wanderwegen nicht einsehen kann. Deshalb werden oft besonders junge Kälber von ihren Müttern im Schutz der Bäume zurückgelassen, wenn sie sich zur morgendlichen Fütterung begeben. Die Auerochsen werden täglich mit natürlichem Kraftfutter, wie Hafer und Rübenschnitzeln, und im Winter auch mit Heu zugefüttert. Ansonsten ernähren sie sich vom Gras der Weideflächen, Laub sowie Zweigen von Büschen und jungen Bäumen. Besonders freuen sie sich im Herbst - wie auch die Wisente - über Kastanien, Eicheln und Bucheckern.

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